Bonuspunkte vs kurzfristige Treueaktion

Bonuspunkte vs kurzfristige Treueaktion

Die echten Bonuspunkte mit langer Haltbarkeit

Der „Vater“ der attraktiven Bonussysteme in Deutschland ist wohl unumstritten das Payback-System. Vor langer Zeit gestartet bietet es die Möglichkeit meist zwischen einem und elf Prozent Rabatte zu sammeln. Das Beste daran: Die Punkte sind mehrjährig haltbar und können – fast wie eine richtige Währung – auch in Bargeld umgetauscht werden. Dazu werden alle Umsätze eines Kunden auf dessen Wunsch durch einfaches Vorzeigen der Payback-Karte gesammelt. Die Punkte sind immer drei Jahre lang bis zum 30. September eines Jahres gültig. Wer also in drei Jahren über 200 Payback-Punkte sammelt, der kann diese bar auszahlen, einen Einkaufsgutschein drucken oder in Lufthansa-Meilen umwandeln. Bei der DeutschlandCard (Edeka und weitere) sind die Regelungen ähnlich.

Diese Variante der echten Bonuspunkte ist unserer Erfahrung nach wirklich attraktiv und lädt zum Sammeln ein. Wer beim Einkaufen zusätzlich ein bisschen auf die Preise achtet, der kann gut und günstig einkaufen und zusätzlich ein bisschen Rabatte sammeln. Meist liegen diese irgendwo um die 0,5 bis 3 %. Attraktiv sind die mehrmals pro Jahr zugesendeten Gutscheine, mit denen Zusatzpunkte oder Sofortrabatte möglich sind. So beeindruckt der Kaufhof durch 10 % auf beinahe alles (außer Lebensmittel und Kleinelektro und bei preisgebundenen Artikeln wie Tabakwaren und Zeitungen).

Die kurzfristige Treueaktion – Fluch oder Segen?

Diese Variante der Belohnung ist vergleichsweise neu. Obwohl die einzelnen Supermarktketten unterschiedlich vorgehen, so werden diese Treuepunkte ähnlich konstruiert. Das Sammeln erfolgt nicht mit einem Sammelkonto, sondern besteht aus den pro Einkauf vergebenen Aufklebern und einem Flyer zum Punktesammeln. Pro 5 Euro oder einem bestimmten Betrag gibt es dann Treueherzen oder andere, fälschungssichere Aufkleber. Diese werden auf den Flyer aufgeklebt und können dann zusammen mit einer Zuzahlung in Produkte umgetauscht werden.

Durchaus sind da attraktive Sachen dabei, so glänzte REWE vor einiger Zeit mit einem praktischen Rucksack und Sport-Taschen, die einen echten Nutzwert boten. Hier wurden die Treuepunkte in etwas umgetauscht, was auch wirklich benötigt wird. Die Frage, ob sich die Treuepunkte lohnen, stellt sich dann gar nicht. Allerdings gibt es auch viele sehr hochwertige Artikel für Küche und Haushalt: Dank der Treuepunkte lässt sich deren Preis zwar oft um einen zweistelligen Prozentsatz reduzieren. Jeder sollte sich aber fragen, ob der den Artikel auch ohne die Treueaktion gekauft hätte.

Deshalb sind die Treuepunkte einer kurzfristigen Aktion durchaus ein zweischneidiges Schwert. Sie können aber durchaus pragmatisch vorgehen: Da das Sammeln der Treuepunkte nichts kostet, können Sie diese ja durchaus sammeln. Und dann am Ende der Treueaktion überlegen, ob sie sie einlösen oder wegschmeißen wollen.

Zusammengefasst kann gesagt werden:

Langfristig nutzbare Bonuspunkte sind durchaus attraktiv und können die Haushaltskasse nachhaltig entlasten. Bei einer kurzfristigen Aktion durch Treuepunkte kommt es immer ganz auf die einzelnen Produkte, die Rabattsätze und auch die bisherige Ausstattung des Haushalts an. Das Nachrechnen kann aber durchaus interessant sein und sollte in einem preisbewussten Haushalt einfach dazu gehören.